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Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch brauchen wir wirklich diese Mengen? Sehen Sie sich in Ihrem Umfeld um: Wo begegnet Ihnen unnötiges Plastik und wodurch könnten wir es ersetzen? Nicht immer gibt es bereits die passende Alter­nativen. Doch es gibt sie öfter als man denkt. Nachfolgend finden Sie einige einfache Tipps, wie Sie unsere Umwelt vor noch mehr Plastik­müll bewahren können. Machen Sie mit – es lohnt sich!


  • Die einfachste und effektivste Lösung ist die Wieder­verwendung von Plastik­taschen: Benützen Sie Ihr Einkaufs­sackerl mindestens 5-mal, anstatt es sofort weg­zu­schmeißen. Damit ver­ringern Sie Ihren Plastik­sackerl­müll bereits um 80 %! Und Vorsicht: Bio-Plastik ist leider keine ökologische Alter­native. info
  • Nach mehr­maligem Einkauf eignet sich das Einkaufs­sackerl ideal als Müllsack.
  • Trennen Sie Ihren Müll. Damit erleichtern Sie beispielsweise die Wieder­verwertung von Plastik­flaschen im großen Stil.

Die Politik ist gefordert, hier sinnvolle Rahmen­bedingungen zu setzen, etwa durch den Beschluss eines verbindlichen Plastiksackerl-Reduktions­ziels von zumindest 80 Prozent binnen vier Jahren auf EU-Ebene. Auch umfassende Maß­nahmen zur Reduktion von Plastik­verpackungen im Handel sind notwendig. Doch auch jede/r Einzelne von uns kann sinnvolle Maß­nahmen setzen:

Im privaten Alltag
  • Viele Menschen haben in ihren Taschen/Rucksäcken stets 1-2 gefaltete Stoff­taschen für Einkäufe dabei, machen Sie mit! Einmal daran gewöhnt, bleiben so in den Geschäften unnötige Plastiksackerl liegen.
  • Nehmen Sie das eigene Sackerl bereits heraus, bevor VerkäuferInnen mit dem Einpacken in eigene Plastiksackerl beginnen.
  • Wie konsumieren Ihre Kinder Getränke in der Schule? Wir empfehlen die Mitgabe von Mehrweg­flaschen. Diese sind wieder­befüllbar und sparen Ihnen langfristig auch Geld.
  • Fordern Sie Ihren Supermarkt auf, die Herausgabe von unnötigen Plastik­utensilien (z.B. Einweg-Handschuhe für das Brotfach oder Gratis-Plastiksackerl an jeder Ecke) einzustellen.
  • In Deutschland teilweise schon Alltag: Lassen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf überflüssiges Verpackungs­material direkt im Supermarkt zurück.
Im beruflichen Alltag

Beobachten Sie den Umgang mit Plastik an Ihrem Arbeit­splatz - wo wird Plastik zu verschwen­derisch eingesetzt? Verwendet ihr Büro z.B. Plastiksäcke für jeden Mistkübel, selbst bei den Schreib­tischen, noch dazu wenn sie täglich ausgeleert werden? Gibt es bei Kaffee­maschine und Wasserspender Plastik­becher, obwohl jeder seine eigene Kaffeetasse verwenden könnte? Wird der Müll richtig getrennt?

  • Sprechen Sie das Thema an! Oft stecken keine strategischen Über­legungen hinter diesen Maßnahmen. Sensibi­lisieren Sie Ihre Mitmenschen und überlegen Sie sich gemeinsam die passende Lösung für Ihren Betrieb.
  • Sind die Marketing­artikel Ihrer Firma in Plastik einge­schweißt? Schlagen Sie bei der Marketing­leitung den Umstieg auf Alternativen vor. Ein ökologischerer Umgang mit Plastik kann positive Aus­wirkungen auf das Image Ihrer Marke haben.
  • Je nach eigenem Arbeits­bereich gibt es weitere Möglichkeiten:
Sie arbeiten im Einzelhandel?

Versuchen Sie einen Bewusstseins­wandel her­bei­zu­führen: Reden Sie mit Ihrem Team und ihrer Filialleitung über das Angebot von Gratis-Plastiksackerl. Wäre es denkbar, diese nur noch auf Anfrage herzugeben?

Sie können den Plastik-Verzicht von Personen positiv sichtbar machen (z.B. ein Schild mit "X Personen haben heute bereits auf ein Plastiksackerl verzichtet"). Versuchen Sie es!


Sie arbeiten an einer Schule?

Schaffen Sie ökologisches Bewusstsein bei Ihren SchülerInnen. Setzen Sie sich bei der Schulleitung für richtige Mülltrennung ein. Sprechen Sie mit Eltern und der Kantine über die Reduktion von Plastikflaschen durch Mehrwegflaschen.


Auch hier ist die Politik gefordert, sinnvolle Rahmenbedingungen zu setzen: Es benötigt einen schnellen Ausstiegsplan von Mikroplastik in Kosmetika sowie ein Aus für das Gratis-Plastiksackerl in Österreich. Jeder Einzelne von uns kann ebenso wertvolle Maßnahmen treffen:

Im privaten Alltag
  • In manchen Kosmetikartikeln verstecken sich kleine Plastikteilchen, Mikroplastik genannt. Diese haben keinen Nutzen, der nicht auch mit anderen Zugaben erreicht werden könnte (z. B. Peelingperlen). Meiden Sie diese Produkte. Unser Mikroplastik-Ratgeber verrät Ihnen, um welche Produkte es sich handelt.
  • Eine wirkungsvolle Möglichkeit der Müllvermeidung ist auch der Kauf von Mehrweg(pfand)flaschen anstelle von Wegwerf(plastik)flaschen.
  • Haben Sie schon einmal versucht auf Frisch­halte­folie zu verzichten und statt­dessen Tupper­ware oder Schraub­gläser zur Auf­bewahrung zu verwenden?
  • Veranstalten Sie Ihre nächste Feier ohne Wegwerfgeschirr aus Plastik.
In der Industrie
  • Investieren Sie in die Zukunft: Forschen Sie nach ökologischen Alternativen.
Für Dienstleister
  • Fördern und begrüßen Sie die private Mitnahme von Mehrwegtaschen und –behältern.
  • Sensibilisieren und motivieren Sie Ihre KundInnen durch positive Kommunikation für den Gebrauch von Mehrwegtaschen.
  • Bieten Sie keine Gratis-Sackerl mehr an.
  • Klären Sie KonsumentInnen über das Bioplastik-Märchen auf.
  • Verwenden Sie Wachspapier in der Feinkost.
  • Ermöglichen Sie Ihren KundInnen einen plastikfreien Einkauf. Lunzers Maß-Greißlerei macht es vor.
  • Helfen Sie mit, ökologische Alternativen zu finden – Ihre KundInnen werden es Ihnen danken!

Projekte

Es gibt bereits Initivativen, die versuchen der Verschmutzung unserer Meere durch Plastik entgegenzuwirken:

„The Ocean Cleanup Project“

Der 19-jährige Niederländer Boyan Slat hat ein Projekt zur Reinigung der Ozeane erdacht, „The Ocean Cleanup Project“. Eine Armada aus schwimmenden Sieben soll nach dieser Idee das Plastik zusammen¬treiben und dieses sammeln. Anschließend soll es recycelt werden. Bisher ist dieses Projekt leider noch nicht praxistauglich.


Mikroben

Der Meeresbiologe Tracy Mincer entdeckte 2011, dass es Mikroben gibt, die im Meer Plastikabfall zerfressen. Er versucht nun herauszufinden, welche Abbauprodukte ihr Stoffwechsel bei der Zersetzung von Plastik produziert. Ob diese Mikroben mithelfen, das Plastikproblem zu beseitigen oder ob sie eher noch dazu beitragen, Giftstoffe aus dem Plastik freizusetzen, kann derzeit nicht gesagt werden.


„Fishing for Litter“

Fischerboote finden häufig Müll in ihren Netzen, ihr Beifang besteht oft zu zehn bis 30 % aus Plastikmüll. Weil aber der Platz an Bord fehlt und die Müllabgabe an Häfen herkömmlicherweise kostenpflichtig ist, wird er allzu oft wieder ins Meer zurück geworfen. Das in Deutschland 2011 durch den NABU gestartete Projekt „Fishing for Litter“ bietet eine kostenlose Müllabgabe für Fischerboote an Häfen an. Die Umweltorganisation KIMO betreibt dieses Projekt bereits seit 2003 erfolgreich EU-weit.

Privat

Wir alle ärgern uns über unachtsam liegengelassenen Müll in Parks, Wäldern und auch in der Stadt. Seien Sie ein Vorbild: Heben Sie den störenden Müll auf und schmeißen Sie in die nächste Mülltonne. Wir alle können etwas zu einer sauberen Umgebung beitragen.

Starten Sie Ihr eigenes Projekt! Sie müssen ja nicht gleich die Meere säubern. Sie können auch mit einem kleineren Projekt Bewusstsein für das Problem schaffen. Motivieren Sie Ihre KollegInnen und FreundInnen einen Selbstversuch zu starten und eine Woche Plastiksackerl-frei einzukaufen. Oder vielleicht säubern Sie gemeinsam Ihren anliegenden Park? Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf - zusammen können wir mehr bewegen!

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Klären Sie über die Plastikverschmutzung auf

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